Chronik des SC Rennweg/Katschberg

Aufgenommen am 30.08.2000 im Gasthof Ramsbacher!
Anwesend: Loquenz Norbert, Zweibrot Franz, Lackner Adolf, Koller Hubert, Jessner Karl
sowie Koller Gerhard und Kohlmayer Andreas.
Erweitert im April 2019 von Steiner Herbert.

Funktionäre

Die Gründung des SC Rennweg/Katschberg erfolgte im Herbst 1946 durch den Initiator und 1. Obmann Gendarm Fröhlich Adolf sowie die Gründungsmitglieder Postenkommandant Johann Weinberger, Pleschberger Helmuth vulgo. Zechner, Ramsbacher Herbert vulgo. Tischler und den späteren VS Dir. Loquenz Norbert.

Der Verein wurde in den Jahren von 1946 bis 1952 unter dem Skiclub Gmünd als Sektion Rennweg geführt. Gesamtverantwortliche des Vereins waren in Gmünd der Uhrmachermeister Meissnitzer Alois sowie der HS Direktor Wagner Herbert. Auf Grund von Unstimmigkeiten (Rennweger gewannen alle Rennen erhielten aber keine Preise) wurde der Verein 1952 aufgelöst.

Von 1952 – 1958 gab es keine Vereinstätigkeit! Im Jahre 1958 erfolgte dann die Wiedergründung des SC Rennweg/Katschberg diesmal als eigenständiger Skiclub. Betrieben wurde diese Neugründung besonders von Herrn Bogensberger Mathias. Erster Obmann nach der Wiedergründung wurde Postenkommandant Weinberger Johann, weitere Funktionäre waren Bogensberger Mathias, Zweibrot Franz, Kircher Ludwig, Loquenz Norbert und Lackner Adolf. Lackner Adolf war Schriftführer und später diese Funktion mit Kircher Ludwig als Kassier tauschte und diese Funktion 30 Jahre innehielt.

Im Jahr 1960 übernahm Zweibrot Franz die Agenden des Obmanns zum Stellvertreter wurde Ramsbacher Othmar gewählt. Beide übten diese Tätigkeit bis 1972 aus. Bis 1974 war Dullnig Willfried Obmann bis 1986 Puchreiter Othmar bis 1990 Wirnsberger Josef und bis 1996 Jessner Karl Heinz. Von 1996 bis 2000 war Steiner Herbert Obmann und Koller Gerhard dessen Stellvertreter. Der SCRK stand von 1996  – 2010 unter der Führung von Steiner Herbert und Koller Gerhard. Seit 2010 ist Glawischnig Mario Obmann Stellvertreter und Koller Gerhard ist seit 2010 für die Technik verantwortlich

Rennstrecken

In den Jahren 1946 bis 1952 wurden viele Rennen in Gmünd – Hattenberg durchgeführt. Detail am Rande: Im Winter 1951/52 gab es eine Gesamtschneemenge von 6,34 m. Es gab auch viele Rennen in Leoben sowie auf der Rennweger Rennstrecke vom Frankenberg „vulgo Tscheipl“ bis Rennweg, sowie vom Wirnsberg (Zölingkogel und Zechnerkras) nach Rennweg.

An dieser Stelle wurde dann auch später der 2. Rennweger Lift von den Fam. Koch und Gauglhofer gebaut Später wurde dieser Lift von Hr. Ramsbacher Herbert übernommen. Der 1. Schilift wurde allerdings schon 1957 am „Schiefer Wasig“ ober St. Peter in Richtung Wirnsberg gebaut. Gebaut wurde dieser von Bürgermeister Ramsbacher Peter, Platzer Jakob, Koch Franz (Katschtalerhof), Schiefer Mathias (Kaufhaus) sowie Dr. Kintzl – Notar in Gmünd. Dieser Lift wurde vom Liftwart vulgo Dinewitzer Michael beaufsichtigt und wurde bis 1964 geführt. Bogensberger Mathias errichtete 1957 den ersten Lift am Katschberg. Dieser führte vom heutigen Gasthof Bacher bis zum Tschaneck hinauf.

Da es zu diesem Zeitpunkt noch kein Pistenraupen gab, wurden die Pisten auch von den Skiclubmitgliedern und der Schule in Rennweg präpariert. Im Jahre 1964 wurde die Abfahrt vom Katschberg (Bergstation Gamskogel höhe heutiger Gamskogelhütte bis nach Mühlbach geführt. Ende der 60er wurde das ganze Renngeschehen auf den Katschberg – Gamskogel verlegt. Die Zeitnehmung wurde noch mit der Stoppuhr durchgeführt. Später bei der ersten elektronischen Zeitnehmung (Das Kabel musste immer per Hand ausgelegt werden) gab es erstmals eine fehlerfreie Zeitnehmung. Im Zuge des Liftneubaues wurde unter Obmann Puchreiter Othmar am Gamskogel ein Kabel für die Zeitnehmung verlegt. Weiters wurde eine Starhütte und eine Zielhütte errichtet. Mitte der 80er wurde die Zielhütte Rückwerts verschoben und vorne eine neue Zielhütte errichtet. 2004 wurde die Rennstrecke Gamskogel Süd errichtet. 2006 ein neues Starthaus neben der Gamskogelhütte. Seit 2013 ist unsere neue Rennstrecke auf der Sonnleitenpiste.

Wichtige Rennen des SC Rennweg/Katschberg

Während der 1. Phase von 1946 – 1952 wurden in Gmünd am Hattenberg sogar Kärntner Meisterschaften durchgeführt. Am Zechnerkras wurden Liesertaler Meisterschaften durchgeführt.

Vom 12. – 13. Feber 1966 fanden am Katschberg und Peitlerbichl erstmalig die Kärntner Alpinen Schimeisterschaften statt. Tauwetter und Regen erschwerten den Ablauf der Schirennen, aber unter Mithilfe der Bevölkerung gingen die Rennen reibungslos vor sich. Die besten Kärntner Siegläufer dieser Zeit waren: Fercher bei der Abfahrt, Ressmann beim RTL
und Gruber beim Slalom, bei den Damen war Erika Schinegger die überragende Läuferin. Ein weiteres Großereignis war Ende der 60er Jahre die Kärntner Versehrtenmeisterschaft.

Vom 17. – 20. Jänner 1970 wurden bereits zum zweiten Mal am Katschberg die Kärntner Alpinen Skimeisterschaften durchgeführt.

Vom 16. – 17. März 2019 fanden zu dritten Mal die Kärntner Alpinen Skimeisterschaften am (RTL & SL) Katschberg – Tschaneck  statt.

Anfang der 70er wurden auch die Kärntner Schulschimeisterschaften durchgeführt. In den 70er Jahren fanden die legendären Lanischrennen statt. Start auf 2340 m und Ziel auf 1960 m. Anmarsch mit Ausrüstung 3 Stunden bis zu Start. In den letzten Jahren werden jedem Winter unzähligen Rennen vom SCRK durchgeführt und organisiert. (Landescup, Bezirkscup, Schulmeisterschaften, Italienische Versicherungsmeisterschaften,  Business & Snow (Kleine Zeitung) Österreichische Meisterschaft der PVA, Österreichische Finanzmeisterschaften, Österreichische  Raiffeisenmeisterschaften, Österreichische AMS Meisterschaften, Firmen und Vereinsrennen.

Auch der Fasching wird jedes Jahr vom SCRK veranstaltet.

70 Jahre Skiclub Rennweg/Katschberg

Im Mai 2016 feierte der SCRK in der  Neuen Mittelschule in Rennweg sein 70 jähriges Bestandsjubiläum. Durch das Programm führte Mag. Kircher Gernot. Viele Ehrengäste und fast alle Katschtaler Vereine waren gekommen. 350 Personen feierten mit den SCRK. Unter den Ehrengästen  LSVK Präsident Berger Raimund, Weiß Otto vom ASVÖ, Bundesrat Günther Novak, BGM Franz Eder, KR Bogensberger Sepp; Lindner Edith. Und als Überraschung eine Videobotschaft von Olympiasieger und Weltmeister Morgenstern Thomas. Alle aktiven und ehemaligen Rennläufer waren anwesend. Es war ein toller Rückblick auf 70 Jahre Vereinsgeschichte mit all seinen höhen und tiefen. Viele kamen zu Wort, und erzählten über ihre Erlebnisse. Kärnten heute sowie viele Zeitungen berichteten über die Jubiläumsfeier. Ein vom SCRK großartig gestalteter Abend an den sich viele gerne lang daran Erinnern werden.

Die besten Skirennläufer des SC Rennweg/Katschberg

Während der Jahre 1946 bis Anfang der 60er waren dies: Koller Georg, Wirnsberger Engelbert, Ramsbacher Herbert, Loquenz Norbert, Brugger Andreas, Klocker Albert, Pleschberger Helmut, Gräf Jürgen, Ramsbacher Josef, Brugger Johann, Stoxreiter Karl, die Brüder Adolf und Othmar Ramsbacher sowie Koller Hubert (der heute mit 80 Jahren) noch
Rennen bestreitet.

Mitte der 60er Jahre begann eine sehr erfolgreichste Zeit für den SCRK mit Aschbacher Johann (Bimbo – ÖSV Kader und Europacup), Schiefer Ernst – damals beide auf gleicher Höhe mit Franz Klammer, Aschbacher Sepp, Moser Karl und Sepp, Aschbacher Hans und
Franz alle im Landeskader. Damals waren von den 10 Besten im Landeskader 7 vom SCRK.

Anfang der 80er Jahre gelang es, mit Lindner Edith (7 x Kärntner Meisterin), erstmals in unserer Clubgeschichte einer Läuferin bis in die Weltcupspitze vorzustoßen. 1986 ging der Stern von Peter Wirnsberger auf. In Bad Kleinkirchheim gewann er bei der Juniorenweltmeisterschaft Gold in der Kombination, und Bronze im Slalom. 1989 holte er den ÖSV Titel in der Abfahrt, später wurde er Super-G Staatsmeister. Seine besten Weltcup Resultate waren: 1990 Platz 7 in Kitzbühl (Kombination) und 1992 Platz 14 auf der Streif. Sein letztes Schirennen gewann Peter Wirnsberger am 20. Dezember 1992 in Zauchensee, da die Siegerehrung verschoben wurde ging er mit seiner Freundin noch etwas Schifahren und verunglückte tödlich.

Koller Hubert war seinerzeit Trainer und Entdecker von Lindner Edith und Peter Wirnsberger. Seit 1993 veranstaltet der SCRK jeden Winter zum Gedenken das Peter Wirnsberger Gedächtnisrennnen am Tschaneck. Kircher Miriam wurde 2007 Kärntner Landesschulmeisterin und bestritt ihre ersten FIS Rennen. Steiner Claudia gewann 2013 die Gesamtwertung beim Spittaler Bezirkscup.
ImWinter 2015/16 wurde Lanschützer Valentina  Gesamt 2. beim Kärntner Raiffeisen Landesschülercup – Schülerinnen I, erreichte 5 Siege beim Landescup, wurde Kärntner Meisterin Schülerinnen I im Super G, Vizemeisterin im Riesentorlauf und in der Kombination, und seit September in der Ski HAK in Schladming. Nach einer schweren Schulterveletzung 2017 und 2018 musste Valentina Lanschützer ihre Karriere frühzeitig beenden. Wir wünschen Valentina alles alles Gute auf ihren weiteren Lebensweg.

Nachwuchsförderung

Die Nachwuchsförderung ist das große Anliegen vom SCRK. In der Wintersaison 2018/19 wurden an die 40 Bambini, Kinder und Schüler von unserem Trainerteam betreut. Das Training beginnt im Herbst in der NMS  in Rennweg unter der Leitung von Erlacher Walter (seit 1996 ohne Unterbrechung dabei) und Glawischnig Mario. Anfang Dezember geht es auf die Piste wo begeistertes, besten ausgebildetes Trainerteam die Arbeit fortsetzen. Martin Wirnsberger und Mario Glawischnig sind geprüfte D – Trainer. Daniel Wirnsberger  hat bereits an mehreren ASVÖ Fortbildungen teilgenommen. Anna Lena Ramsbacher und Elisa Wirnsberger  sind auch im Trainerteam, und begeistern ebenfalls die Kid’s zum Skifahren. Im Dezember 2019 wurden unser Nachwuchs und das Trainerteam mit neuen Skianzügen ausgestattet. Der SCRK ist sehr Stolz auf unseren Nachwuchs sowie auf unser Trainerteam!!!

Unter den 6 teilnehmenden Skiclubs aus dem Lieser und Maltatal holte der SCRK  2019 den Gesamtsieg beim Lieser und Maltataler Raiffeisencup.